JUMP in MINT
23. Mai

Zum Abschied Feedback geben

Das Mentoring-Jahr neigt sich dem Ende zu:  Zeit, zu resümieren und seiner Mentoring-Partnerin Feedback zu geben und sich von ihr zu verabschieden. Aber wie sieht gutes Feedback eigentlich aus? Es sollte inhaltlich angemessen sein, wohlwollend formuliert sein und direkten Bezug zur Gesprächspartnerin haben. Auch ganz wichtig: Sie sollte Möglichkeit haben, angemessen darauf zu reagieren.

Und jetzt weniger abstrakt: Denken wir uns einfach mal ein letztes Tandemtreffen. Worüber wollt und solltet Ihr sprechen? Neben Euren individuellen Wünschen solltet Ihr Euch überlegen, ob und wie Ihr im nächsten Schuljahr und später mit Eurer Mentoring-Partnerin in Kontakt bleiben wollt, was die schönsten und weniger schönen Ereignisse im Mentoring-Jahr waren und wie Euch die Zusammenarbeit mit Eurer Partnerin gefallen hat. Überlegt Euch ganz konkret: Was hat sie gut gemacht? Was nicht so gut? Was habe ich gut/schlecht gemacht, hätte ich besser machen können?

Ganz wichtig ist, dass Ihr das Tun Eurer Partnerin wertet, nicht aber ihre Person. Lob dürfte sich leicht aussprechen lassen. Aber auch schwierige Sachen könnt Ihr nett verpacken: „Ich war am Anfang ein bisschen eingeschüchtert von Deinem selbstbewussten Auftreten und habe eine Weile gebraucht, um offen mit Dir zu reden.“ Oder: „Mir hat die Zusammenarbeit mit Dir viel Spaß gemacht. Ich habe das Gefühl, dass das Erreichen Deiner Ziele Dir so leicht und gut gelungen ist , dass ich denke, dass Du noch viel mehr aus dem Jahr hättest machen können.“

Bleibt bitte immer bei persönlichen Botschaften: Ich denke, ich habe das Gefühl, mir scheint, das ist mir aufgefallen. Was wirklich in der Anderen vorgeht, wisst Ihr nicht und sollten deshalb nur kommunizieren, wie ihr Verhalten auf Euch wirkt. Begegnet ihr mit Respekt und Wohlwollen, so wie Ihr es auch gerne von ihr hättet. Die Verpackung macht’s: Oder welche Nachricht würdet Ihr lieber hören? „Du bist total verpeilt und hast nichts auf die Reihe bekommen.“ Oder „An Deinem Zeitmanagement könntest Du noch arbeiten. Ich habe bei drei Verabredungen auf Dich warten müssen und das mag ich gar nicht. Wartest Du gerne auf andere?“

Trefft Euch an einem Ort, an dem beide sich wohlfühlen, beispielsweise in der ruhigen Ecke eines Cafés oder im Park. Überlegt Euch, wie Ihr mit dem Feedback umgehen wollt. Wollt Ihr direkt darauf antworten oder Euch lieber Zeit lassen, darüber nachzudenken und Euch (k)eine Antwort zurechtzulegen? Zu guter Letzt: Fragt nach, wenn Ihr etwas nicht versteht oder wenig plausibel erscheint. Fragt nach Beispielen/konkreten Situationen.

Ich wünsche Euch ein gutes Feedbackgespräch und freue mich schon auf den Jahresabschluss mit Euch.