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26. Sep

Jugendforschungsschiff ahoi!

Am Freitag unternahmen acht Mentees eine gewässerökologische Forschungsfahrt mit dem Jugendforschungsschiff. Anstatt – wie geplant – ein nachgestelltes Szenario durchzuspielen, nutzten sie das hervorragende Wetter und führten die ganzjährigen Messungen des Spreewassers fort.

Während ein Teil der Gruppe mit dem Wassertaxi zur Rummelsburger Bucht fuhr und dort Gewässerproben entnahm, kümmerte sich der andere Teil um das Wasser an der Oberbaumbrücke und nahe der Insel der Jugend. Dort sammelten die Mädchen Plankton, maßen Wassertiefe und -temperatur und bestimmten die Sichttiefe mithilfe einer Secchischeibe.

Zurück auf dem Jugendforschungsschiff bewerteten die Mädchen die Wasserproben. Mit fotometrischen und chemischen Verfahren maßen sie beispielsweise den pH-Wert sowie die Phosphat- und Ammoniumkonzentration im Wasser und kamen zu dem Urteil: Das Spreewasser hat eine hervorragende chemische Qualität.

Die biologische Güte erkundeten sie unter dem Mikroskop, allerdings ohne eindeutige Ergebnisse. Wasserflöhe und Wimperntierchen fanden sich in beiden untersuchten Wasserproben, allerdings befanden sich in der einen viel mehr tote Tiere und dafür mehr Algen, wohingegen in der anderen weniger, aber dafür putzmuntere Organismen zu erkennen waren.

Nach vierstündigem Forschungsaufenthalt hatten die Mädchen einen ersten Einblick in die Limnologie (Wissenschaft von Binnengewässern als Ökosystemen) erhalten und auch eine gute Vorstellung davon, wer Gewässer untersucht und wozu, zum Beispiel die Berliner Wasserbetriebe um Gefahren für die Trinkwasserversorgung abzuschätzen.