JUMP in MINT
09. Nov

Die eigenen Stärken und Schwächen benennen

Im gestrigen Mentee-Seminar setzten wir uns mit Stärken und Schwächen auseinander. Zuerst identifizierten und benanneten wir unsere eigenen Stärken und Schwächen und suchten anschließend die passenden Eigenschaften fürs Vorstellungsgespräch aus.

Strength

Ganz wichtig: Im Vorstellungsgespräch wollen wir uns im bestmöglichen Licht präsentieren. Also nennen wir niemals mehr Schwächen als Stärken (auch wenn uns auf Anhieb eher die Dinge einfallen, die wir gerne an uns ändern würden). Und: Wir belegen unsere Stärken mit konkreten Beispielen. Zuverlässig und verantwortungsbewusst zu sein, kann jeder von sich behaupten. Viel besser hört es sich doch so an: „Ich übernehme gerne und zuverlässig Verantwortung. So führe ich schon seit zwei Jahren das Klassenbuch und habe es bisher kein einziges Mal vergessen.“

Unsere Schwächen sollten nicht allzu gravierend sein und wir sollten Lernbereitschaft signalisieren. Also sagen wir dem neuen Chef nicht, dass wir im letzten Schuljahr erst zweimal pünktlich in der Schule waren, sondern konzentrieren uns auf eine kleine, liebenswerte Schwäche, zum Beispiel: „Meine Freunde und Mitschüler fragen mich gerne um Rat und so manches Mal habe ich vor lauter Hilfsbereitschaft fast vergessen, an mich selbst zu denken. Das ist allerdings besser geworden: Ich sage jetzt nein, wenn ich andere Prioriäten habe, und habe gemerkt, dass ich trotzdem geschätzt werde.“

Aus manchen Schwächen kann ich direktermaßen eine Stärke machen. „Ich tue immer nur das, was man mir sagt“, hört sich für den neuen Chef wenig verlockend an. Bewerbe ich mich allerdings als Laborantin oder Buchhalterin, klingt es anders formuliert prima: „Anweisungen und Vorschriften befolge ich ganz genau“.